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Im Kiosk um die Ecke herrscht große Aufregung. Der Kioskmann ganz aufgeregt. "Ich kann es nicht fassen, ich hätte 50 Stück verkaufen können, habe aber nur 10 bekommen. 50 Stück. Aber Berlin ist doch nicht glamour". Die Mutter, gerade eingetroffen, kommentiert: "Überall war das ausverkauft. Die ganze Strasse hatte keins mehr." Und noch ein Kunde, so um die 60: "Wartense es ab. Nach 3 bis 4 Ausgaben spricht da kein Mensch mehr drüber."

Herr Ledesi meint, für ein neues Magazin eine ganz schöne Aufregung. So engagiert diskutiert man eigentlich nur über den Jackpot, der zum 10. mal nicht geknackt wurde und jetzt mit 32 Mio. Euro gefüllt ist oder das letzte Fußballspiel der Nationalmannschaft.

14.2.07 16:33


"Alles ausverkauft", schreit mir der Kioskbesitzer beim Betreten seines Ladens entgegen. Auch die 2. Ausgabe des neuen Magazins scheint sichtlich allen Freude zu bereiten. Ich fragte bei der Gelegenheit nach, ob der Kioskmann vom neuen Magazin des Wallpaper-Machers gehört hat. Er hat sich gleich an die Strippe gehängt. "Wieso bin ich nicht auf der Liste, ja, ich möchte 3 Exemplare ... was, das kostet 12 Euro, na ja 2 Exemplare reichen auch ... was, nur in englisch, na dann reicht mir 1 Exemplar. Wir sind doch hier in Kreuzberg."

 

Es ist wieder die Zeit kurz vor der MA Analyse, des wichtigsten Verkaufsinstrument der Radiosender. Und die geben wieder ihr bestes. Die Musik, die anzieht – der Slogan für einen Radiosender mit dem schönen Namen Jam Fm – ist genial. Aber es gibt noch Steigerungen. Ein Berliner Radiosender macht auf BILD-Zeitung: Ich fahre Ferrari und kassiere Harz IV. Und die Krönung: die Moderatorin einer Morgenshow eines Radiosenders rekelt sich in Satinunterwäsche auf einem Bett und haucht `Ich freu mich auf Sie`???

Da bleibt nur eins. Radio aus- und CD-Player einbauen.

16.2.07 11:37


Heute lese ich in einer Tageszeitung: Mit 20.000 Euro zum Kreativdirektor. Dabei handelt es sich um einen Artikel über die Ausbildung zum Grafiker an einer privaten Schule. Löblich ist, das man darüber schreibt und der Nachwuchs sich informieren kann. Journalisten sind ja keine Experten, eher Experten für das Allgemeine. Sie sollten aber beim Verfassen eines Artikels gründlich recherchieren oder zumindest ausreichend informiert sein. Das man nach Abschluss einer 3-jährigen Ausbildung "Kreativdirektor" werden kann ist schlichtweg dummes Zeug. Das wäre vergleichbar, wie wenn man nach einer Ausbildung an einer Journalistenschule gleich den Posten des Chefredakteurs antritt. Wenn man gut ist, bekommt man eine Praktikantenstelle, wenn man sehr gut ist, bietet die Agentur vielleicht einen Juniorjob an.
19.2.07 12:51


Gestern hat mir ein Verlag ein hübsches Buch über hiesige Berliner Agenturen zugeschickt. Das Buch ist zum 5. mal erschienen und wird bei jeder Ausgabe dicker. Das liegt daran, dass die   hiesigen Agenturen fleißig versuchen, ihre Angebote und Arbeiten dem Leser schmackhaft zu machen. Besonders die Eigenanzeigen haben es in sich. Toll, toller, am tollsten und sehr, sehr, sehr, sehr sexy. Da fiel Herr Ledesi gleich auch eine Eigenanzeige ein. In dicker fetter Schrift steht auf weissem Grund geschrieben:

Herr Ledesi sagt: Für 99% Eurer Werbescheisse in diesem Buch interessiert sich kein Mensch.

23.2.07 13:10


Die Plakatgroßfläche ist auch nicht mehr, was Sie mal war. Scheinbar ist sie den Werbern viel, viel zu klein. Ein Trend zeichnet sich ab. Die Doppelt-, Dreifach,- oder Vierfach-Großfläche. Ganz aktuell wird da gerade für ein Japanisches Auto geworben. Und um es ganz unmissverständlich zu halten, steht auf der Vierfach-Großfläche (4 Großplakate nebeneinander mit einem Motiv Anm. der Redaktion) in großen Buchstaben: Augen auf (Du bist doch zu blöd)! Was müssen das für geniale Werber sein, wo immer sie in diesem Lande sitzen, die soviel Geld für soviel Schwachsinn aus dem Kunden herausholen. Und dieses besagte Auto fährt dann durch die Wüste, weil das uns ja alle nach letztem UN-Klimabericht bald erwartet. Aber scheiß egal – wir wollen Spaß – auch in der Wüste. Herr Ledesi sagt: Augen zu und durch.

27.2.07 10:25


In den letzten Wochen konnte Herr Ledesi etwas merkwürdiges beobachten. Menschen (Männer und Frauen) in meist grauen Jogginghosen und grauem Kapuzenshirt, in weissen Turnschuhen, verüben Luftübungen, die nach Martial Art, Kung Fu oder so etwas ähnlichem aussehen. Die sind in letzter Zeit so zahlreich aufgetreten, dass man sich fragen muß: Ist das ein neuer Trend? Steht ein unmittelbarer großer Kampf bevor? Habe ich etwas verpasst? Ist ein neuer Kultfilm in den Kinos angelaufen? Deutschland sucht den Superkämpfer? Keine Ahnung, aber solange es diese Menschen bei den Luftübungen belassen, ist ja alles in Ordnung. Aber Herr Ledesi hat Euch gewarnt, wenn es heissen sollte: In Kreuzberg haben die grauen Panther den Aufstand geprobt.

28.2.07 14:07





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